Queer*Feministisch

All sexes, genders and desires are welcome!

Auch wenn Geschlechter-Kategorien sozial konstruiert sind, sind sie real in ihren gesellschaftlichen und individuellen Auswirkungen. Frauen* sind durch diese Zuschreibungen besonders benachteiligt. Dies zeigt sich auf der gesellschaftlichen Ebene z.B. dadurch, dass Frauen* immer noch deutlich weniger verdienen, dass die von Frauen* häufig gewählten Berufe weniger Prestige bringen und sie den Großteil der unbezahlten Haus- und Pflegearbeit verrichten. Auch in Führungspositionen finden sich nur wenige Frauen* wieder, an der Uni zeigt sich diese „gläserne Decke“, wenn sie in höhere Positionen gelangen wollen.

Sprache ist ein Abbild gesellschaftlicher Machtverhältnisse und kann diese auch reproduzieren. In Bezug auf die Geschlechterverhältnisse zeigt sich das z.B. darin, dass in der Standardsprache nur Wörter existieren, die in das Schema der Zweigeschlechtlichkeit passen. Oder dass Berufsbezeichnungen im Deutschen zwar immer für beide Geschlechter formulierbar sind, aber in der Regel nur die männliche Form verwendet wird. Diese gilt jedoch oft nicht für Berufe mit wenig Prestige. So heißt es zwar „die Sekretärin“, „die Putzfrau“, aber immer „der Sportler“ oder „der Politiker“. Als BaGru wollen wir Sprache bewusst verwenden, deshalb verwenden wir in allen Publikationen und der Kommunikation nach außen geschlechtergerechte Formulierungen.

In unserer Arbeit bemerken wir, dass es Männern* oft leichter fällt, aktiv zu werden bzw. sich einzubringen. Daher wollen wir auch unsere eigenen Strukturen in Bezug auf Sexismus, Androzentrismus und Heteronormativität hinterfragen und aktiv weiterentwickeln. Als BaGru Soziologie wollen wir eine Anlaufstelle für alle von Diskriminierung betroffenen Menschen sein und Sexismen aktiv bekämpfen.