Antirassistisch

Wir lehnen jede Form der Diskriminierung und Unterdrückung von Menschen aufgrund von körperlichen Merkmalen (wie Hautfarbe), „Ethnie“, „Kultur“ o.Ä. ab und treten aktiv dagegen auf.

Sozial konstruierte Unterschiede wurden in der Vergangenheit schon oft benutzt, um Probleme durch „die Fremden“ zu erklären. Dadurch ergibt sich eine herrschaftssichernde Funktion des Rassismus, die systemstabilisierend wirkt. Im gegenwärtigen System, dem Kapitalismus, gibt es dafür zahlreiche Beispiele, wie die Legitimierung der Sklaverei durch einen Diskurs von „Menschenrassen“, oder über die Produktion antisemitischer, antiziganistischer und anderer Vorurteile und Stereotypen – die im Massenmord an europäischen Juden und Jüdinnen, Roma, Sinti und Anderen in der Zeit des Nationalsozialismus gipfelten. Aktuelle Beispiele sind in Österreich der antimuslimische, kulturell argumentierende Rassismus oder der menschenverachtende Umgang mit asylsuchenden Menschen.

Diese herrschaftssichernde Funktion des Rassismus darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass aus Rassismen Privilegien für diejenigen entstehen, die gesellschaftlich nicht als „anders“ markiert sind – und das sind nicht nur die herrschenden Klassen, sondern bspw. profitieren alle „Weißen“ vom sogenannten “white privilege”.

Aktuell sehen wir es als problematisch an, wie rechte Gruppierungen und Parteien in Österreich und in ganz Europa gestärkt aus der Krise herausgehen, indem sie rassistische Vorurteile (re)produzieren, neu inszenieren und nutzen, um damit den gesellschaftlichen Diskurs nach rechts zu verschieben.